Die erste Eigentumswohnung – Fallstricke

„Lage, Lage, Lage“ ist das beliebteste Stichwort beim Kauf einer Eigentumswohnung. Zudem achtet der Kaufinteressent auf die Raumaufteilung der Wohnung und die Ausstattung. Entspricht die Wohnung seinen Vorstellungen und stimmt der Kaufpreis, so übersieht er leicht  wichtige Dinge, die er vor dem Kauf wissen sollte.

Die Elektrik in der Eigentumswohnung

Wenig Beachtung finden oft die elektrischen Leitungen innerhalb der Eigentumswohnung bzw. des Sondereigentums. War der Kaufinteressent bislang „nur“ Mieter einer Wohnung, bedenkt er oft nicht, dass er als Eigentümer auch für die Instandsetzung bzw. Erneuerung der Elektrik verantwortlich ist.

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Auch relativ neue Steckdosen und Schalter geben noch keinen Hinweis auf die in der Wand liegenden Elektroleitungen. Da Wohnungseigentümer häufig nur daran denken, dass die Wohnung sichtbar gut aussieht und z. B. das Badezimmer neu fliesen und neue sanitäre Anlagen einbauen, ist gerade bei Altbauwohnungen häufig die Elektrik aus den 50er oder 60er Jahren und entspricht daher absolut nicht mehr dem heute verlangten Standard. Eigentümer und Mieter schließen heute weitaus mehr Elektrogeräte an. Mit alten Leitungen kann es da schnell zum Kabelbrand kommen, der Ursache für viele Wohnungsbrände ist. Daher ist es sinnvoll, wenn man als Käufer einer Altbauwohnung, die Kosten für eine komplette Erneuerung der Elektrik bei der Finanzierung einkalkuliert.

Teilungserklärung – die Bibel der Eigentümergemeinschaft

Auch die zum Grundbuch gehörende „Teilungserklärung“ findet  vor dem Kauf einer Wohnung wenig oder gar keine Beachtung. Gleiches gilt für die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung sowie die letzten Wohngeldabrechnungen, die sich jährlich aus den laufenden Kosten und dem Kontostand der Rücklagen zusammensetzen. Das böse Erwachen kommt daher oft erst nach dem notariellen Kaufvertrag und dem Eintrag im Grundbuch als Eigentümer, wenn z. B. der Käufer erst nach dem Kauf feststellt, dass Sanierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum bereits von der Eigentümergemeinschaft geplant wurden, die Gemeinschaft aber nicht über entsprechende finanzielle Mittel verfügt bzw. zu wenig Instandhaltungsrücklagen angespart wurden. Dem Käufer sollte daher bewusst sein, dass er nicht nur eine Wohnung kauft, sondern auch für die Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums mitverantwortlich ist.

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Ein Gedanke zu „Die erste Eigentumswohnung – Fallstricke

  1. Ich danke Ihnen für den tollen Artikel. Man ist immer sehr stolz auf die erste eigene Wohnung. Man sollte auf jeden Fall mit Fachkräften zusammenarbeiten, besonders wenn es um Dinge wie Elektrik und Sanitär geht.

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