Haushaltsbuch: Haushaltsplanung mit Girokonto

Wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, kommt man um einen sinnvollen Haushaltsplan nicht mehr herum. Ob es dabei Sinn macht jeden Cent aufzuschreiben, der für den täglichen Bedarf an Lebensmitteln und Non-Food ausgegeben wird, ist erst einmal nebensächlich. Zuallererst geht es um die monatlichen Festkosten. Neben der Kalt-Miete und der Wohnnebenkosten – wie Betriebskosten, Heizung, Wasser, Strom – fallen weitere Festkosten an, die zum Teil aber nur jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich abgebucht werden. Soll z. B. der Beitragsmodus bei Versicherungen auf eine monatliche Zahlung umgestellt werden, entsteht bei der jeweiligen Versicherung ein erhöhter Buchungsaufwand – kurzum, als Versicherter zahlt man dadurch mehr. Eine diesbezügliche Umstellung ist daher die schlechteste Alternative. Sinnvoller ist es,  alle Festkosten tabellarisch zu erfassen und den monatlichen Durchschnitt zu errechnen, um festzustellen, welches Budget (für Lebensmittel, Non-Food, Freizeit, Kleidung, etc.) als “Haushaltsgeld” monatlich rein rechnerisch zur Verfügung steht.

Fast jede Privatperson hat finanziell gesehen, bessere und schlechtere Monate – auch wenn die Einkünfte (z. B. beim Festgehalt) monatlich gleich sind. Dieses liegt meistens an den oben genannten variablen Festkosten: Da hat man sich im November/Dezember gerade über die Weihnachtsgeldzahlung gefreut und im Januar ist plötzlich Ebbe auf dem Konto, da sämtliche Versicherungen fröhlich ihre Jahresbeiträge per Lastschrift einziehen. Den Text von “Alle Jahre wieder” könnte man da glatt umdichten.

Haushaltsbuch/Haushaltsplanung mit kostenloser Vorlage in Excel

Sie können die folgende Excel-Tabelle kostenlos downloaden, um sich damit einen Überblick über ihre Festkosten zu verschaffen. In der Tabelle ist das Kalenderjahr in 12 Monate unterteilt. Es muss folglich z. B. die monatliche Miete in  jeden Monat eingetragen werden. Der monatliche Durchschnitt aller Festkosten wird automatisch berechnet, da die Excel-Tabelle mit Formeln unterlegt ist. Die Differenz zwischen Einnahmen und Festkosten ist das Budget, welches für Lebensmittel, Non-Food, Freizeit, Kleidung, Anschaffungen, etc., rechnerisch zur Verfügung steht. Um die Excel-Datei auf dem Smartphone zu öffnen, benötigen Sie die kostenlose App “Microsoft Office Mobile”, die Sie im “Google Play Store” finden.

Rechnen Sie sich nicht reich, denn “Kleinvieh macht auch Mist”. Das gilt auch für die Festkosten: Auch das kleinste Zeitschriftenabo ist ein monatlicher Betrag, der nicht zur freien Verfügung bereit steht. Zusammen mit der Rücklagenbildung für die nächste Betriebskosten- oder Stromrechnung kommt da auf das Jahr gesehen schon einiges zusammen, was bezahlt werden will.

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Nur verführt der Blick auf das Guthaben auf dem Girokonto schnell dazu, mehr auszugeben, als der eigentlich erstellte Plan vorgibt. Sinnvoll kann es daher auch für die Privatperson sein, mit einem zweiten Girokonto die Ausgaben im Rahmen zu halten. Das erste Girokonto ist dabei das “Festkosten-Konto”. Hier geht der monatliche Lohn bzw. das Gehalt ein und sämtliche Festkosten per Dauerauftrag oder Lastschrift ab. Der gemäß Haushaltsplan errechnete monatliche “Überschuss” wird per Dauerauftrag auf das zweite Girokonto überwiesen, welches Barauszahlungen, unbaren Einkäufen und sonstigen Überweisungen und Lastschriften (z. B. Interneteinkäufe mit PayPal) dient.

Haushaltsbuch für Lebensmittel, Non-Food, Freizeit, Kleidung und Anschaffungen?

Wollen Sie sich das wirklich antun und über diese Postionen akribisch Buch führen? Der Plan, in Zukunft jeden Monat jeden Kassenbon aus dem Supermarkt in ein Haushaltsbuch abschreiben und in einzelne Kategorien aufteilen zu wollen, scheitert meist an der Zeit. Zeit, die man auch für wichtigere Dinge nutzen kann. Am Ende hat man sowieso nichts davon, wenn man feststellt, dass bei einer vierköpfigen Familie die Position “Klopapier” auf das Jahr gerechnet einen nicht unerheblichen Betrag verschluckt. Fakt ist, dass nach Abzug aller Festkosten und sonstiger mit Dritten vereinbarten Zahlungsverpflichtungen, das verbleibende “Haushaltsgeld” für 30/31 Tage reichen soll. Es ergibt sich somit rein rechnerisch ein Betrag von x, der täglich zur Verfügung steht. Lebensmittel und Seifensachen (Putzmittel, Toilettenpapier, Duschlotion, etc.) dürfen diesen Betrag von x natürlich nicht aufbrauchen, da sonst für Kleidung, Friseur, Kino, etc. nichts übrig bleibt. Wenn man feststellt, dass das “Haushaltsgeld” vorne und hinten nicht ausreichen kann, kann man nur versuchen die Festkosten zu reduzieren.

Girokonten im Vergleich: Vergleichsrechner

Die Einrichtung eines weiteren Girokontos soll aber nicht zu neuen monatlichen Kosten führen. Es sollte also keine Kontoführungsgebühr anfallen und es sollte die Einrichtung von Daueraufträgen kostenlos sein. Die Banken, die dieses anbieten, sind allerdings reine Online-Banken, d. h.  man hat keinen Ansprechpartner in einer Bank- oder Sparkassenfiliale. Der gesamte Zahlungsverkehr wird online abgewickelt. Bargeld erhält man häufig dennoch mit der ec-Karte an vielen Terminals oder beim Einkaufen (z.B. bei REWE, Netto, Penny, Famila) und oft auch bei diversen Tankstellen. Die Leistungen bzw. Konditionen der Banken sind hierbei allerdings sehr unterschiedlich, so dass vor der Eröffnung eines neuen Girokontos die jeweiligen Leistungen genau unter die Lupe genommen werden sollten.

Mit dem Vergleichsrechner* von finanzen.de* haben sie die Möglichkeit die Konditionen diverser Banken zu vergleichen. Bitte bedenken Sie, dass nicht alle Banken aufgeführt werden, da finanzen.de nicht mit allen Banken einen Kooperationsvertrag hat. Mit dem Link “Zum Anbieter” öffnet sich im neuen Fenster die Homepage der betreffenden Bank. Dort können Sie die jeweiligen Konditionen genau nachlesen. Mit dem Link “Leistungsvergleich” können Sie bereits vorab die Hauptmerkmale von höchstens 4 Geldinstituten vergleichen.

*) Empfehlungslink / Werbung. Beachten Sie bitte die Hinweise im Impressum

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