Kapitalanlagen im Vergleich: Vergleichsrechner

Das klassische Sparbuch wird aufgrund der ständig fallenden Zinsen leider für den Sparer immer unattraktiver. Allmählich muss man sich schon fragen, ob man demnächst Geld mitbringen muss, wenn die Ersparnisse bei der Bank oder Sparkasse auf dem Sparbuch ruhen.

Die Kurse und Renditen börsennotierter Bundeswertpapiere locken auch keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Und die guten alten Bundesschatzbriefe gehören inzwischen zur deutschen Geschichte. Doch viele hängen dennoch an den mittlerweile alten Vorstellungen: “Eine gute Kapitalanlage heißt Kapitalverdoppelung innerhalb von 10 Jahren und ist mit einer sicheren Anlage möglich.” Ja, das war einmal in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, während sich gleichzeitig die Bau- und Darlehenszinsen an der Schmerzgrenze bewegten.

Heute ist es umgekehrt und wieder heißt es: Wat den een sien Uul, is den annern sien Nachtigall.

Kapitalanlagen: Wie finde ich eine sichere Kapitalanlage?

Da stellt sich erst einmal die Frage, ob es überhaupt noch sichere Kapitalanlagen geben kann.

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Bewahrt man sein Erspartes unter dem Kopfkissen auf, wird es von der Inflation minimiert, sofern es nicht bei einem Einbruch komplett abhanden kommt.
Auf dem Sparbuch fangen die Zinsen auch nicht die Inflationsrate auf und dem Einlagensicherungsfond kann man zwar vertrauen – muss man aber nicht.
Die als Kapitalanlage gekaufte Immobilie kann eine gute Anlage sein, eine Garantie gibt es dafür aber auch nicht. “Eigentum verpflichtet”, heißt es in unserem Grundgesetz.  So manche Immobilie, die als Kapitalanlage gekauft und die als Altersvorsorge geplant wird, entpuppt sich nicht als Goldesel: Zusätzliche Investitionen für Instandhaltung und Mietausfall sind daher nicht selten und auch Schrottimmobilien gibt es nach wie vor. Eigentum verpflichtet – aber nicht zum sofortigen Abriss. Die Zeitspanne dazwischen nutzen nach wie vor Gewissenlose um das Geschäft ihres Lebens zu machen.
Edelmetalle sind eine recht gute Alternative, auch wenn hier ebenso mit Kursverlusten zu rechnen ist. Wenn die Kurse fallen, da plötzlich ein großes Vorkommen entdeckt wird oder die Industrie weniger benötigt oder man an der Börse gerade bei anderen Anlagen “Hurra” schreit, so kann man sich immerhin selbst noch damit behübschen, was mit einer Schrottimmobilie nicht wirklich funktioniert.
Aktien und Fonds sind nicht sicher – auch dann nicht, wenn die Sicherheit anhand der Erfahrungen der vergangenen Jahre geschätzt wird. Also muss man einkalkulieren, dass es zum kompletten Kapitalverlust kommen kann, auch wenn nur geringe Risikobereitschaft vorhanden ist. Investiert man in Aktien oder Fonds ist man folglich immer risikobereit, auch wenn man eine Anlage mit geringem Risiko gewünscht hat.

Kurzum, die alte Regel, das Vermögen in Aktien, Gold und Immobilien zu splitten ist heute nicht mehr ausreichend. Soll das Stammkapital morgen mindestens den gleichen Wert haben wie heute, so kommt man um eine differenziertere Splittung nicht herum. Eine Aufteilung in vier Anlagegruppen (inkl. Untergruppen) wäre sicherlich sinnvoll:

  1. Sparbuch oder  Tagesgeld*  oder Festgeld* + Sparbrief oder Bundeswertpapiere
  2. Immobilien (kaufen Sie kein Wohneigentum, das Sie nicht kennen; siehe auch: Fallstricke)
  3. Edelmetalle (Barren + Schmuck)
  4. Aktien und Fonds (splitten in: geringe + mittlere + hohe Risikobereitschaft)

Wenn die Kapitalanlage bei vorgenannter Splittung dennoch in die Hose geht, ist wohl ganz Europa pleite und dann kann man nur noch sagen: “Shit happens”.

Viel Glück.

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