Diverses

“Rollator” oder “Trotzphase”?

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“Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich mit so ‘nem Ding losschiebe?”, meinte meine Mutter schnippisch, nachdem der nette Herr vom Sanitätshaus, der den neuen Rollator* erklärte und auf ihre Größe einstellte, ihre Wohnung wieder verlassen hatte. “Du wolltest ja unbedingt, dass ich so ein Ding bekomme. Das heißt aber ja noch lange nicht, dass ich das auch benutzen muss. Außerdem komme ich damit ja nie über die Ampel und beim Einkaufen kann ich den – wie heißt der? Gehwagen? – doch nicht draußen stehen lassen.”

Nachdem ich ihr bereits gefühlte 100mal ruhig erklärt hatte, dass man den Rollator mit in den Supermarkt nimmt und stattdessen auf den Einkaufswagen verzichtet, fing ich also wieder von vorne an, genau wissend, dass sie das gar nicht hören wollte. Hilfe, ich bin genetisch belastet und mir tun jetzt schon meine Kinder leid, wenn ich in 25 Jahren so alt bin, wie meine Mutter heute ist. Wird man im Alter stur und uneinsichtig? Fühlt man sich ständig “fremdbestimmt”, nur weil man vieles einfach nicht mehr so kann wie früher? Merkt man selber nicht, dass man völlig krumm geht? Hier weiterlesen “Rollator” oder “Trotzphase”?

“Schminktipps” – das YouTube Must-have

Es ist doch jeden Morgen immer wieder faszinierend, wie frau ihr Antlitz neu erfindet. Da wird gereinigt, gewässert, gecremt, gepudert und dekoriert bis nahezu ein regelrechtes Kunstwerk entsteht. Und das Beste dabei: Sie muss dafür nicht ihre Seele verkaufen à la Dorian Gray, sondern greift stattdessen zu geheimnisvollen Mixturen, Pinseln und Farbpalletten.

Das war auch schon vor der Erfindung des Internets so. Nur damals konnte man an dem geschminkten Gesicht einer Frau, ihr Gefühl für Farbe und Form und ihre Fingerfertigkeit erkennen. Das ist heute nun nicht mehr so, denn heute gibt es youtube mit Schminktipps en gros. Hier weiterlesen “Schminktipps” – das YouTube Must-have

“What’s in My Filofax” – das YouTube Must-have

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Als 1991 die US-amerikanische Filmkomödie “Filofax – Ich bin du und du bist nichts” in die deutschen Kinos kam, wurde Filofax zum Oberbegriff für jegliche Ringbuch-Terminplaner (ähnlich wie “Tempo” für Papiertaschentücher), obwohl es heute weitaus mehr Hersteller dieser praktischen Ringplaner gibt, als man vielleicht meinen könnte.

Für viele ist die Terminplanung in Hard Copy auch heute noch das A und O, trotz der Möglichkeit der digitalen Zeitplanung mit iPhone, Smartphone und Tablet. Auch ist seit ein paar Jahren der tägliche Umgang mit dem Terminkalender für viele regelrecht zum Hobby geworden: Es werden die Seiten mit Washi Tape* und Stickern* dekoriert, mit selbstgemachten Trennblättern (Divider) die einzelnen Kategorien voneinander abgegrenzt, Büroklammern selbst gestaltet und Lesezeichen gebastelt. So entstehen individualisierte Jahresplaner für Schule, Uni, Haushalt und Job, die bereits beim Aufschlagen Spaß machen und die Bastelarbeiten sorgen zusätzlich für Entspannung. Hier weiterlesen “What’s in My Filofax” – das YouTube Must-have

Trickbetrüger in Hamburg

Damals konnte meine Mutter noch darüber lachen, als meine Großmutter einer Trickbetrügerin auf den Leim ging, obwohl die Geschichte, die sie ihr aufhalste doch völlig absurd war. Heute musste sie nun leider auch die Erfahrung machen, dass es offensichtlich sehr einfach ist, alten Menschen Ungereimtheiten aufzutischen.

Es geschah am helligten Tag. Heute, einen Tag vor Heiligabend, mitten in Hamburg. Meine Mutter war kurz einkaufen und wollte nun die Eingangstür vom Treppenhaus aufschließen, da tauchte hinter ihr ein Mann auf.   Hier weiterlesen Trickbetrüger in Hamburg

Der Besuch beim Orthopäden

Also wirklich. Da geh ich nach dreimonatiger erfolgloser Selbstbehandlung nun endlich doch zum Arzt und ärgere mich die Platze. Wäre ich doch bloß zuhause geblieben und hätte weiterhin mein schmerzendes Zeigefingergelenk gesalbt, gepudert und gewickelt.

Das Wartezimmer jedenfalls ist proppevoll. Wozu ich mir vorher telefonisch einen Termin habe geben lassen, weiß ich nicht. Vielleicht hätte ich ohne Termin Schlafsack und Zahnputzzeug mitbringen müssen. Jedenfalls stehe ich mittlerweile eine geschlagene Dreiviertelstunde auf dem Flur. Logenplatz, mit Blick in den fünfzehnstühligen Wartesaal. Jeder dritte Platz ist doppelt besetzt. Mal Mutti mit Kind, mal Mensch mit Alditüte. Auf jedem fünften Platz sitzt ein Mann, oder einer, der einer werden will. Ob das Gestühl unterschiedlich bezogen ist (rot/blau), kann ich leider nicht genau erkennen. Ich frage mich, was wohl wäre, wenn jetzt ein Mann aufgerufen wird. Hier weiterlesen Der Besuch beim Orthopäden