Urlaubsfotos – Erinnerungen fürs Leben

Wenn die jungen Leute heute auf jeder Familienfeier von “Onkel und Tante” die Urlaubsfotos als abendfüllendes Thema auf der Dia-Leinwand* betrachten müssten, würden sie wohl auch alle “Hurra” schreien. Dem Himmel bzw. der Technik sei Dank, dass die Zeiten vorbei sind, als Dias stundenlang staubfrei gepinselt wurden, damit die mikroskopisch kleinen Störfaktoren nicht das “Cheese”-Gesicht von Tante Frieda* verunstalteten. Doch pinseln allein genügte auch nicht. Die Dias mussten auch noch richtig herum in den Diaprojektor gesteckt werden, damit die Bilder nicht auf dem Kopf standen. Allein das war schon ein Problem für sich und zog die Diavorführung unendlich in die Länge. Am Ende sah man Tante Frieda von vorne, Tante Frieda von hinten, Tante Frieda im Wald, Tante Frieda am Meer, Tante Frieda mit Schirm, Tante Frieda im Badeanzug – und Tante Frieda betonte stets, wie fotogen sie doch sei und dass der Urlaub das reinste Vergnügen gewesen wäre. Und für die geladenen Gäste gab es die Langeweile gratis on top. Wo hätte man damals auch sonst hingucken sollen – Handys gab es leider noch nicht.

Das Fotografieren selbst war schon mit separatem analogen Belichtungsmesser und den entsprechenden Einstellungen der guten alten Zeiss Ikon eher urlaubsbehindernd, da die ganze Familie ständig auf “Vatern” warten musste, der unbedingt alle Sehenwürdigkeiten der Umgebung sehen wollte und das Chillen am Strand und Pool stets verhinderte. Nur sah er die Sehenswürdigkeiten erst nach dem Urlaub – nach der Entwicklung der Dias. Regelmäßiges Fremdschämen war Bestandteil des Reisegepäcks, denn häufiges Stehenbleiben inmitten der Menschenmassen belohnten andere Urlauber oft mit Kopfschütteln und strafenden Blicken, die derjenige, der mit dem Fotografieren beschäftigt war nicht sah, da er nur ein Auge hatte für eine gute Belichtung und die vermeintlich richtige Einstellung des geliebten analogen Fotoaparates.

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Wie schön, dass das Fotografieren heute so einfach ist: Die Kamera* passt in die Hosen- oder Jackentasche, man knippst im Vorbeigehen, muss sich keine Gedanken machen, wie viele Bilder noch auf dem Film sind, man kann die Fotos nacharbeiten und die Farben verändern oder die eine oder andere Falte retuschieren – herrlich. Und die Diashow kann dann völlig entspannt mit Musikuntermalung auf dem TV-Bildschirm betrachtet werden. Und wer keine Lust hat zuzusehen, guckt eben auf sein Smartphone.

Doch eines hat sich nicht geändert: Hardcopy bleibt Hardcopy. So werden auch heute noch Fotoabzüge mit Fotoecken* ins Fotoalbum geklebt oder man stellt ein Fotobuch her, bei dem die Fotos nicht mit der Zeit verblassen. Viele verlassen sich zwar auf die digitalen Speicher, doch so manchen Leuten sind dabei schon Babyfotos der eigenen Kinder unwiederbringlich* abhanden gekommen, da die Sicherungskopien vergessen wurden. Sicher ist sicher und Hardcopy bleibt Hardcopy. Nur muss es heute nicht mehr ein normales Papierfoto sein: Für Kids und Erwachsene ist auch ein Fotopuzzle, je nach Motiv und Anzahl der Teile, eine schöne Urlaubserinnerung, bei der man sich heute nicht mehr langweilen muss.

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Ein Gedanke zu „Urlaubsfotos – Erinnerungen fürs Leben

  1. Urlaubsfotos sind immer das beste Geschenk an sich selber. Mit meinen Urlaubsfotos habe ich schon ganze Partys schmeißen können, was wohl auch daran liegt, dass ich gezielt Fotos schieße mit einfach großartigem Unterhaltungswert, vg Silke

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