“What’s in My bag” – das YouTube Must-have

Noch nie hat es mich interessiert, was andere Frauen in ihrer Handtasche mit sich tragen, bis ich eines Tages zufällig bei YouTube auf ein “What’s in My bag“-Video gestoßen bin, da das TV-Programm mal wieder nichts hergab und mir die Muße zum Lesen fehlte.

Auf die Idee muss man erst einmal kommen, den Inhalt seiner Handtasche vor laufender Kamera der ganzen Welt vorzustellen. Es scheint aber bereits seit Jahren einer der YouTube-Hits zu sein. Frau zeigt, was sie hat: Vom Autoschlüssel über das Kreditkartensortiment bis hin zu diversen weiteren Must-haves wie Lippenstift, iPhone*, Tablet*, Wimperntusche und Zahnbürste, et cetera, et cetera. 

Daraufhin habe ich mir alle “What’ s in My bag”, “What’s in My purse” und “What’s in My handbag”-Videos angeschaut. Na ja, “alle” ist wohl maßlos übertrieben, dafür gibt es zu viele. Völlig fasziniert saß ich am Laptop und fragte mich gleichzeitig, ob ich noch normal bin, denn eigentlich ist es mir doch völlig egal, was andere Frauen in ihren Handtaschen* haben. Genau genommen ging es mir auch nicht um das “Was”, sondern um das “Wie”. Wieso können die YouTube-Mädels gezielt ihren Tascheninhalt in Einzelteilen aus ihrer Handtasche*, die zudem meist der Mode entsprechend im XXL-Format* ist, hervorzaubern, während ich mich immer dumm und dämlich suche?

Portemonnaie*, Kosmetiktäschchen*, Handcreme, Filofax*, Kindle* und Smartphone finde ich in meiner Tasche auch auf Anhieb. Aber Papiertaschentücher, Pillendose, Kugelschreiber, Schlüsselbund, Kaugummi und sonstiger Kleinkram verstecken sich immer irgendwo unten – sind nicht zu sehen und nicht zu fühlen. Regelmäßig frage ich mich, ob die Hitzewallung bei der Schlüsselsuche nun von den Wechseljahren kommt oder ob meine panische Annahme ihn vergessen zu haben sich womöglich bewahrheitet.

Taschenorganizer: Das Must-have für große Handtaschen
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Nach der visuellen Inhalation diverser YouTube-Videos habe ich dann endlich begriffen: Die Damen haben in ihrer Handtasche einen Taschenorganizer*, mit diversen Innen- und Außenfächern in unterschiedlichen Größen. Einfach genial. Alles hat seinen Platz und die Sucherei ist endlich Geschichte. Bei einem Taschenwechsel wandert der Taschenorganizer mit einem Handgriff in das andere Objekt der Begierde. Besonders bei großen Handtaschen und Shoppern, die nur mit einem Druckknopf zu schließen sind, bereitet “bag-in-bag” den Langfingern erhebliche Probleme bei der Arbeit. Mal eben unbemerkt in die Tasche greifen, um Portemonnaie oder Handy zu stibitzen, fällt aus, wegen ist nicht. Denn die Organizer haben meistens auch Fächer mit Reißverschluss für die Wertsachen.

Natürlich kann man so einen Organizer auch selber nähen. Ein Schnittmuster ist leicht selbst zu fertigen. Allerdings ist bei der Verarbeitung von dünnen Stoffen* die Wattierung und Verstärkung* des Stoffes nicht unwichtig, so dass sich allein die Materialbeschaffung nur lohnt, wenn man gleich mehrere näht, um sie zu verschenken. Alternativ kann man auch einen Taschenorganizer aus dickem Filz* nähen. Das Selbernähen hat den Vorteil, dass auch sehr große Taschen (z. B.  die große “LOUIS VUITTON Neverfull GM”) mit einem passgenauen Organizer bestückt werden kann.  Schöne selbstgenähte Taschenorganizer gibt es auch bei DaWanda*.

Für mittelgroße bis große Handtaschen sind diese Taschenorganizer wirklich super. Nur wenn frau abends die allerwichtigsten Dinge in eine kleine Handtasche umsiedelt, sollte sie dieses nicht bis zum nächsten Morgen vergessen haben, denn mitdenken kann auch der beste Taschenorganizer nicht. Aber vielleicht erfindet dafür ja mal jemand eine App. Oder gibt es die schon?

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