Wohnen

Der Mensch als Nestschmücker

Wie an alter Höhlenmalerei zu sehen ist, liegt es wohl in der Natur des Menschen das eigene Zuhause zu schmücken, doch auch in der Tierwelt hat sich so manch Vogel zum Innenarchitekten entwickelt. “My home is my castle” müsste demnach eher ein naturgegebener Instinkt sein. Doch setzen heute die menschlichen Ansprüche, das eigene Heim gemütlich gestalten zu wollen, eine gute Planung, räumliches Denken und eine gute Vorstellungskraft voraus.

ars mundi - Die Welt der Kunst

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Gerade die Farbgestaltung der Wände wird oft als schwierig angesehen, da sich die wenigsten Menschen vorstellen können, wie die im Baumarkt* anhand einer Farbpalette für Wandfarben ausgewählte Farbe wirkt, wenn sie statt auf einem kleinen Stück Papier die ganze Wand im Wohnzimmer bedeckt. Bei der Wahl der Wandfarbe kann z. B. die von VOX regelmäßig ausgestrahlte TV-Sendung “Wohnen nach Wunsch” mit Enie van de Meiklokjes und Mark Kühler etwas mutiger machen. Auch Anleitungen zum Tapezieren sind im Internet zu finden, ebenso wie Bauanleitungen für “Möbel selber bauen“. Wohnideen gibt es im Internet genug – man muss sie nur finden, um sie umsetzen zu können oder sich einfach inspirieren zu lassen. Dabei können z. B. auch die guten Ideen, Tipps und Anleitungen von Ann-Kathrin Otto aus der ZDF-Sendung “Volle Kanne” helfen. Auch auf der Homepage von OBI gibt es für den Heimwerker viele kostenlose Ratgeber* zum Thema “Wohnen” in Wort und Bild. Wer keine Zeit oder Lust zum Selbermachen hat, findet die passenden Handwerker aller Gewerke auf www.MyHammer.de*.

Upcycling – Aufbereitung alter Möbel und Zweckentfremdung

Was in den 70er Jahren häufig in den Studenten-WGs zu finden war – alte Möbel frisch lackiert mit orangefarbener Lackfarbe – wird heute als Upcycling bezeichnet. Scheinbar wertloses Material wird dabei aufgepeppt oder auch zweckentfremdet. Hierzu sind im Netz viele Videos zu finden, die die eigenene Kreativität anregen oder zum Nachahmen anleiten. Auch auf die Eingabe von “DIY” (gleichbedeutend mit D. I. Y., “Do it yourself”) in der Suchmaske werden im Suchergebnis viele Anleitungen angzeigt, die das Selberbauen, Selberbasteln und Selbernähen betreffen.

Modernes Wohnen heißt individuelle Gestaltung

In den jungen Wohnungen der heutigen Zeit mischen sich moderne neue Möbel* und hochwertige Wohnaccessoires mit antiken Kleinmöbeln aus den 50er, 60er und 70er Jahren sowie selbstkreierte Möbelstücke. Der neu bezogene Cocktailsessel oder der alte Nierentisch ist so als antikes Einzelstück neben der modernen Wohnlandschaft zu finden. Mit Mustertapeten aus den 50er, 60er oder 70er Jahren werden oft nur Akzente gesetzt; wobei man sich im Nachherein fragen muss, warum nicht bereits zur damaligen Zeit die Idee entstand, anstatt die “Heidelandschaft” oder den “röhrenden Hirsch” an eine bunttapezierte Wand zu hängen. Selbst die Fototapete* kommt wieder zum Einsatz, allerdings fügt sie sich heute besser in die räumliche Gestaltung ein und wird nicht neben Eiche rustikal plaziert. Daneben löst die glatte Vliestapete die bisher beliebte Rauhfasertapete mehr und mehr ab. Kleine Wandregale im modernen Design, Kommoden und TV-Lowbords vertreiben die einst beliebte Schrankwand, denn individuell heißt auch immer flexibel. Kunstobjekte* und Bilder berühmter Künstler* sind neben der selbstbemalten Leinwand ebenfalls zu finden wie der selbst zusammengestellte Fotodruck oder die Collage.

daheim.de

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 In der modernen Küche sind neben Hightech-Küchengeräten* heute wieder Sitzecken aus längst vergangenen Jahrzehnten zu finden. Ob mit neuer moderner Eckbank* oder mit einer alten Retro-Sitzecke, die Küche wird – sofern keine offene Küche zum Wohnzimmer möglich ist – wieder als Wohnküche zum gemütlichen Beisammensein genutzt, zumal heutzutage auch häufig gemeinsam mit Freunden gekocht wird.   Auch im Schlafzimmer hat sich einiges getan. Da der Traum von einem begehbaren Kleiderschrank meist aus Platzmangel unerfüllt bleibt, wird z. B. die Rückwand des Kleiderschrankes mit Sperrholzplatten verschalt und tapeziert. Der türlose deckenhohe Kleiderschrank wird so in den Raum gestellt, dass er von der offenen Seite “begehbar” ist. So ist auch in dem beliebten Möbelhaus “Ikea” zu beobachten, dass zunehmend nur der Kopus von einem Kleiderschrank gekauft wird, während auf die Türen von vornherein verzichtet wird. Der Kleiderständer* – ob mit oder ohne Rollen – hat auch bereits seit längerer Zeit im Schlafzimmer Einzug gehalten und ersetzt in Kombination mit Kommoden häufig den großen Kleiderschrank. Entsprechend der Jahreszeit steht dadurch griffbereit die aktuelle Mode zur Verfügung, während die Oberbekleidung, die gerade nicht zu den klimatischen Verhältnissen passt, vakuumverpackt* im Bettkasten eingelagert wird. Durch diese modere Art der Schlafzimmergestaltung bleibt genügend Wandfläche für Deko, Bilder oder den Fernseher* als Zweitgerät.

Letzendlich steht “My Home is my castle” für individueles Wohnen, in dem sich die eigene Persönlichkeit spiegelt, damit der Mensch sich Daheim* zuhause fühlt.

*) Empfehlungslink / Werbung

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